Baumarten – Holz für den Aussenbereich

  Heimische, witterungsbeständige Holzarten:

 
Wir von der Firma Spielwald U.G. verwenden ausschließlich heimische Baumarten ohne chemischen Holzschutz aus europäischer, nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Dauerhaftigkeit des Holzes entsteht durch die natürliche Einlagerung von Gerbstoffen, die sich je nach Baumart deutlich unterscheiden Da verschiedene Holzarten unterschiedliche Eigenschaften haben, ist der Verwendungszweck und die Bauweise von entscheidender Bedeutung für die Wahl der Holzart. Die wichtigsten Kriterien sind dabei, wie häufig das Holz feucht oder nass wird und wie schnell es wieder abtrocknen kann bzw. ob das Holz ständigen Kontakt mit dem ständig feuchten Boden hat. Je trockener die Konstruktion steht, umso länger hält sie, und je stärker die Beanspruchungen, umso dauerhafter muss die Holzart sein! Außerdem spielen für die Auswahl der Holzart technische Kriterien (Gewicht, Härte, Biegsamkeit), das Aussehen und nicht zuletzt der Preis eine wesentliche Rolle. Die Langlebigkeit der Holzarten wird in Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350-2 eingeteilt (entspricht in etwa den früheren Resistenzklassen nach DIN 38364):

ResistenzKlassen:

Klasse 1
sehr dauerhaft
Klasse 2
dauerhaft
Klasse 3
mäßig dauerhaft
Klasse 4
wenig dauerhaft
Klasse 5
nicht dauerhaft
Maobi,
Bilinga,
Afzelia,
asiatischer Teak
Stieleiche,
Traubeneiche,
Edelkastanie,
Bangkirai,
Western Red Cedar,
Bongossi,
Mahagoni
Pech-Kiefer Fichte,
Tanne,
Ulme,
Roteiche
Birke,
Buche,
Erle,
Esche,
Linde
Robinie Kiefer, Lärche, Douglasie  

Die Klassifizierung gilt nur für das Kernholz!
Das Splintholz (der äußere, meist hellere Bereich des Baumstammes) ist in der Regel als wenig oder nicht dauerhaft einzustufen.

  Robinie
  (Robinia pseudoacacia)(Scheinakazie, falsche Akazie)


Die Robinie ist ein vor ca 300 Jahren von Jean Robin (daher der Name) aus Amerika in Europa eingeführte Baumart. Sie wird wegen ihrer Blätter und Dornen häufig als Akazie bezeichnet, ist mit diesem Baum aber nicht näher verwandt.
Die wärmeliebende Robinie ist sehr genügsam und kann auch auf ärmsten Böden gedeihen. In Deutschland findet man sie häufig an Bahndämmen und Straßenrändern. Auch bei der Rekultivierung aufgelassener Tagebauflächen findet die Robinie häufig Verwendung.
Der Stamm der Robine ist häufig krumm und drehwüchsig, das Holz ist sehr hart, schwer und im Außenbereich besonders dauerhaft. Schwache Stämme werden häufig für Lawinenverbauungen, Pfähle oder als Konstruktionshölzer für Spielplätze verwendet. Robinienholz eignet sich auch gut für Terrassen- und Stegbau mit kurzen Brettern. Lange, gerade Bretter über 2,5 Meter Länge aus Robinienholz sind jedoch wegen des ungleichmäßigen Wuchses dieser Baumart nur schwer zu bekommen.

  Edelkastanie
  (Castanea sativa)(Esskastanie)


Die ursprünglich vor allem in Südosteuropa heimische Edelkastanie wird seit der Antike im gesamten Mittelmeerraum kultiviert . Die wärmeliebende und spätfrostempfindliche Baumart wurde von den Römern wegen ihres dauerhaften Holzes und der Maroni auch in Deutschland verbreitet, wo sie aber nur in den wärmeren Regionen gut gedeiht. Da die Edelkastanie nach der Fällung sehr gut wieder ausschlägt wird sie traditionell im Westeuropa vor allen als Stockausschläge genutzt. Die Verwendung der Maronen als Lebensmittel spielt in Deutschland keine große Rolle mehr. Esskastanienholz hat relativ wenig Splintholz und ist sehr dauerhaft. Ähnlich wie Robinie, aber meist weniger gekrümmt und leichter eignet sich Edelkastanienholz sehr gut für Rundholzkonstruktionen wie Spielplätze und für die Lawinenverbauung. Als Brettware eignet sich das Holz nur bedingt, das es häufig entlang der Jahrringe reißt (Ringschäle). Da Esskastanienholz sehr gut spaltbar ist wird es häufig für Zäune aus Spaltholzstaketen verwendet.

  Eiche
  Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea)


Die beiden Eichenarten kommen in ganz Deutschland vor und sind sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in ihren Standortansprüchen. Während Eichenwälder früher vor allem für die Schweinehaltung sehr wichtig waren, da Eicheln als nahrhaftes Mastfutter dienten, wird die Eiche heute vor allem wegen ihres Holzes kultiviert. Eichen können 30 bis 40 Meter hoch werden und Durchmesser bis zu zwei Meter erreichen. Sie haben hartes, dauerhaftes Holz und werden häufig als Möbelholz, aber auch als Konstruktionsholz in Innen - und Außenbereich verwendet, da Eichen lange und gerade Stämme haben können. Als Rundholz sind sie nur bedingt geeignet, da das helle Splintholz vor allem beim schwächeren Stammholz einen großen Teil des Durchmessers ausmacht und binnen weniger Jahre zersetzt wird.

  Europäische Lärche
  (Larix decidua)


Die europäische Lärche kommt in Deutschland natürlich vor allem in den Hochlagen der Alpen vor, wird aber auch im Flachland häufig als Mischbaumart kultiviert. Lärchen sind die einzige europäische Baumart, die im Winter die Nadeln verliert. Sie können bis zu 50 Meter hoch werden und 2 m Duchmesser erreichen. Lärchenholz wird vor allem als Bau - und Möbelholz verwendet. Im Außenbereich findet es vor allem in Bereichen Anwendung, wo es nach Regenfällen schnell abtrocknen kann und keinen Kontakt zum Boden hat (Zäune, Terrassenbelag, Carports). Auch sehr lange (Terrassen-) bretter sind lieferbar, das Holz hat aber häufig Harzgallen und Holzspreißel.

  Fichte
  (Picea abies)


Die Fichte ist die in Deutschland am häufigsten kultivierte Baumart. Ursprünglich kommt die Fichte in den kühleren Regionen der Gebirge und Mittelgebirge in Deutschland vor, wird aber wegen ihres schnellen Wachstums und der guten Eigenschaften als Bau - und Möbelholz auch in tieferen Regionen angebaut. Das relativ leichte und gerade Holz der Fichte wird vor allen als Konstruktionsholz, für Dachstühle aber auch für Holzhäuser verwendet. Da Fichtenholz im Außenbereich nur wenig Dauerhaft ist (Resistenzklasse 4) wird es häufig chemisch behandelt, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Aber auch ohne den Einsatz von Chemie ist die Verwendung von Fichte durchaus sinnvoll, wo das Holz nicht nass werden kann und keinen Kontakt zum Boden hat.